Das Wappen der Freiherren Wolff von Todenwarth

Der Name des am 28. August 2008 von Robert Eberhardt gegründeten Verlags findet seine Wurzeln in mehreren Assoziationen, die mit dem Anliegen, drucktechnisch Vergangenheit und Gegenwart abzubilden, korrespondieren.

Vordergründig lehnt sich unser Verlagsname an die freiherrliche Familie Wolff von und zu Todenwarth an. Die aus Südthüringen stammende Familie brachte seit dem 16. Jahrhundert bedeutende und interessante Persönlichkeiten hervor. Sie zählen zu den Vorfahren Goethes und des Verlegers Robert Eberhardt. Mit Eberhard Wolff von Todenwarth (1515-1585), hennebergischer Kanzleisekretarius, Landrichter, Rat und Amtmann zu Schleusingen, beginnt ihre gemeinsame Ahnenschaft. Diese nicht gerade selten vorkommende genealogische Gegebenheit veranlasste Robert Eberhardt 2008 dem Verlag den griffigen Namen "Wolff" zu geben, um die historische Verwurzelung aufzuzeigen und auf das Ineinandergreifen von Epochen, von Gestrigem und Heutigem, anzuspielen. Der aus dem Familienwappen entnommene aufspringende Wolf dient als Logo des Verlags.

Neben dieser familiengeschichtlichen Ableitung fühlen wir uns durchaus auch mit den Taten des Verlegers Kurt Wolff (1887-1963) verbunden. Der Name "Wolff" besitzt seit ihm in der deutschen Literaturwelt einen ehrenwerten Ruf. Als junger Mann edierte Kurt Wolff die Schriften des Goethefreundes Johann Heinrich Merck sowie die Tagebücher Adele Schopenhauers. Als stiller Teilhaber unterstützte er seit 1910 den Verlag von Ernst Rowohlt bevor er diesen 1912 nach persönlichen Differenzen mit Rowohlt übernahm und in "Kurt Wolff Verlag" umbenannte. Franz Kafka, Georg Trakl, Arnold Zweig, René Schickele und Heinrich Mann sind einige seiner Autoren.

Wolffs engagierte Verlegertätigkeit ist ein Vorbild für Verleger, denen das Büchermachen mehr als monetäres Gewinnstreben ist. Kurt Wolff: „Man verlegt entweder Bücher, von denen man meint, die Leute sollen sie lesen, oder Bücher, von denen man meint, die Leute wollen sie lesen. Verleger der zweiten Kategorie zählen für uns nicht – nicht wahr?