Ich höre mich tief in das Lautlose ein

Herausgegeben von Anton Hirner und Hartwig Wiedow

Frühe Prosa und Lyrik

– 192 Seiten

– Illustriert mit Aquarellen Pionteks und unveröffentlichten Fotografien

– erschienen am 1.8.2011

– ISBN: 978-3-941461-05-5

– 21,90 Euro

Heinz Piontek (1925-2003) begab sich mit seinem literarischen Schaffen auf die Suche nach dem Schönen, Naturmagischen, Tiefen. Schon in jungem Alter reüssierte er mit seinen Texten, erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter 1976 den Georg-Büchner-Preis. Sein unterschiedliche Erzähltechniken umfassendes Werk wurde in 24 Sprachen übersetzt. Doch in den politisierten 60er und 70er Jahren sah man in dem ruhigen Literaten einen unengagierten Außenseiter und andere Autoren übernahmen bis heute die Rolle der repräsentativen deutschen „Nachkriegsautoren“. Umso stärker und originärer wirken Pionteks frühe Kurzgeschichten und Gedichte, mit denen er internationale Aufmerksamkeit erreichte. Seine Zeilen und Verse fühlen sich in ihren traditionellen Formen stärker in die sprechende wie lautlose Existenz ein als manch anderer plakative oder experimentelle Versuch gleicher Zeit.

Dieses Buch versammelt eine Auswahl dieser frühen Werke (darunter auch unbekanntere Stücke), die durch Selbstzeugnisse und Dokumente jener Jahre ergänzt wurden. Entstanden sind sie zwischen 1947 bis 1961 in den Donaustädten Lauingen und Dillingen, wohin der Sohn eines oberschlesischen Bauers nach zweijährigem Militäreinsatz, Kriegsgefangenschaft und Wanderleben gezogen war, bevor er seinen Wohnsitz in München nahm. Bisher nicht bekannte Aquarelle aus seiner eigenen Hand sowie unveröffentlichte Fotografien illustrieren das Buch. Die fruchtbare Schaffensperiode Pionteks wird somit ebenso literarisch wie historisch beredt dokumentiert und zugänglich gemacht. Es gilt, einen deutschen Autor ganz eigener Tiefe und Stärke wiederzuentdecken.

Inhalt

Geleitwort (Harald Gröhler)

Einleitung (Anton Hirner / Hartwig Wiedow)

Selbstzeugnisse
– Nach sieben Jahren
– Oberschlesische Prosa
– Einen alten Stich betrachtend
– Von der lyrischen Praxis
– Brief an Bithell

Gedichte

Erzählungen
– Das Ende ist anders
– Unterwegs zum Horizont
– Wie Rauch
– Bruder und Bruder
– Die Traurigkeit in eines Bären Brust

Anhang
– Christopher Middleton: Zur Lyrik Heinz Pionteks
– Hans Egon Holthusen: Prosa mit lyrischer Seele
– Kurzbiographie
– Bildteil

Anmerkungen zu den Gedichten und Prosaarbeiten

Alphabetisches Register der Gedichte

Presseberichte

Lesungen und Veranstaltungen

21. November 2011 – 9. Dezember 2011 Rathaus Nürnberg, Hauptmarkt Ausstellung zu Leben und Werk Heinz Pionteks
14. Oktober 2011, 19:00 Uhr Galerie Rothamel, Fahrgasse 17, 60311 Frankfurt am Main Lesung und Gespräch mit dem Herausgeber Anton Hirner im Rahmen der Frankfurter Buchmesse